| Das Schwache ist stärker als das Starke | |
| Bert Brecht erzählt in dem Gedicht „Legende von der Entstehung des Buchs Tao te King auf dem Weg des Laotse in die Emigration“, wie der alte Lao tse auf einem Ochsen, der von einem Knaben geführt wird, auf seinem Weg ins Exil an die Landesgrenze kommt: | |
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"...Doch am vierten Tag im Felsgesteine hat ein Zöllner ihm den Weg verwehrt: 'Kostbarkeiten zu verzollen?' 'Keine.' Und der Knabe, der den Ochsen führte, sprach: 'Er hat gelehrt'. Und so war auch das erklärt. Doch der Mann in einer heiteren Regung fragte noch: 'Hat er was rausgekriegt?' Sprach der Knabe: 'Dass das weiche Wasser in Bewegung mit der Zeit den mächtigen Stein besiegt. Du verstehst, das Harte unterliegt'. |
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Es ist also uralte Menschenweisheit: Das Böse wird durch Güte, das Harte durch Weiches, das Starke durch die Schwäche der Liebe, erstarrter Schmerz manchmal durch lösende Tränen überwunden. Im Prinzip wissen wir's ja. Nur, mit Erich Kästner gesprochen: 'Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.' Es setzt Menschen voraus, die mit sich in Einklang sind. In einer Menschheit, die insgesamt noch in der Pubertät scheint, könnten Christen zu den Vorboten einer reifen, erwachsen gewordenen Menschheit gehören. Wenn wir nur den Herrn der Kirche ernster nähmen! In einem Gebet heißt es: 'Herr, erwecke deine Kirche und fange bei mir an. Lass Frieden und Gotteserkenntnis überall auf Erden kommen und fange bei mir an.' M.Q. |
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